Prävention des Diabetes mellitus in Deutschland


Herausforderung für die Gesundheitsberufe

Peter E. H. Schwarz, Dresden, Uta Müller und Martin Schulz, Berlin, Hans Hauner und Rüdiger Landgraf, München

Der beste Weg, Diabetes mellitus Typ 2 zu „heilen“, ist, ihn zu verhindern. Mehrere große internationale Studien belegen, dass die Prävention des Diabetes mellitus und der Begleitkomplikationen erfolgreich durchführbar und kosteneffektiv ist. Lebensstil-Änderungen oder eine frühe medikamentöse Intervention bei Risikopersonen haben einen 25- bis 75%igen diabetespräventiven Effekt und aller Wahrscheinlichkeit nach eine ähnlich hohe Reduktion des kardiovaskulären Risikos zur Folge. Diese Studien bilden die Evidenzbasis für die Diabetes-Prävention. Die eigentliche Herausforderung ist aber die praktische Umsetzung in Programmen zur Diabetes-Prävention auf der Leistungsebene im Gesundheitssektor. Unter der Schirmherrschaft des Nationalen Aktionsforums Diabetes mellitus (NAFDM) wurden entscheidende Voraussetzungen für ein nationales Präventionsprogramm geschaffen. Entscheidend ist die Implementierung einer derzeit erarbeiteten Leitlinie zur Diabetes-Prävention, die Ziele und Standards für konkrete Interventionsmaßnahmen sowie Evaluationskriterien beinhaltet. Den Apotheken kommt dabei als Anlaufstelle eine zunehmende Funktion zu. Sie dienen als Institutionen, in denen Menschen kontinuierlich ihr Diabetes-Risiko bestimmen lassen können und wo sie erste Empfehlungen zur Diabetes-Prävention erhalten. Sie können gefährdete Personen zu einem Präventionsmanager vermitteln und nehmen damit eine wichtige Verteilerfunktion ein und sollten in die prozessbegleitende Evaluation und Qualitätskontrolle einbezogen sein.

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