Masern


Ingo Stock, Brühl bei Köln

Die Masern sind eine systemische Infektionskrankheit, die durch ein einsträngiges, zu den Paramyxoviren gehörendes Ribonukleinsäure-Virus (Masernvirus) verursacht wird. Fieber, Konjunktivitiden, Husten und Schnupfen sowie häufig ein weißfleckiger Ausschlag an der Mundschleimhaut (Koplik-Flecken) sind die ersten Kennzeichen der Erkrankung. Nach Rückbildung der Initialsymptome tritt zusammen mit einem zweiten Fieberschub ein für die Erkrankung charakteristisches­ Exanthem auf, das die Körperhaut in Form bräunlich-rosafarbener Flecken bedeckt. Klinisch bedeutsam ist die mit der Infektion einhergehende vorübergehende Immunschwäche, die die Entstehung zum Teil schwerwiegender Komplikationen begünstigt.
Die Masern sind weltweit verbreitet und gehören in vielen weniger entwickelten Regionen nach wie vor zu den häufigsten Infektionskrankheiten. Tödlich verlaufende Erkrankungsfälle treten insbesondere in Afrika und Südostasien auf, wobei vor allem Kleinkinder unter 12 Monaten betroffen sind. In Deutschland ist die Häufigkeit der Masern infolge der seit mehr als vier Jahrzehnten verfügbaren Impfung im Vergleich zur Vorimpfära deutlich zurückgegangen, weiterhin werden jedoch regional begrenzte Ausbrüche registriert. Eine spezifische antivirale Therapie gibt es nicht, die symptomatische Behandlung richtet sich nach der Organmanifestation. Die wichtigste Präventionsmaßnahme ist die Immunprophylaxe, für die ein Lebendvirus-Impfstoff verfügbar ist.

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