Thromboembolieprophylaxe bei Vorhofflimmern


Aktuelle Leitlinien und Daten zur Versorgungsrealität

Victoria Johnson, Jörn Schmitt und Christian W. Hamm, Gießen

Vorhofflimmern ist die häufigste gutartige Herzrhythmusstörung in der Bevölkerung und tritt mit einer Prävalenz von 1% auf. Beim Vorhofflimmern kommt es zu einer ungerichteten, chaotischen elektrischen Erregung beider Herzvorhöfe mit in der Folge unregelmäßiger, meist schneller Überleitung auf die Herzkammern. Mit höherem Lebensalter steigt die Prävalenz deutlich (Patienten>80 Jahre ca. 8%) [12]. Patienten, die an Vorhofflimmern leiden, verspüren häufig Herzrasen und Herzstolpern, eine innere Unruhe und fühlen sich durch den hohen Puls leistungseingeschränkt. Seltener kommt es zu Schwindel, langfristig kann Vorhofflimmern zu Herzschwäche führen. Eine wichtige weitere Komplikation des Vorhofflimmerns ist das Auftreten von Schlaganfällen durch die Entstehung von Blutgerinnseln in den Herzvorkammern [13]. All diese Folgen führen zu einer hohen Hospitalisierungsrate der betroffenen Patienten. In einer Studie mit 10135 Patienten konnte eindrucksvoll gezeigt werden [13], dass das Vorenthalten einer oralen Antikoagulation mit einer Erhöhung der Gesamtmortalität um 22% einhergeht.

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