Seite 307
EditorialDr. Jasmine Naun, Stuttgart

Gehirnforschung auf dem Prüfstand

Seite 310 - 316
Pharmakologie aktuellClaudia Bruhn, Berlin

Daridorexant

Dualer Orexin-Rezeptorantagonist zur Behandlung der Insomnie

Zur Behandlung von Patienten mit Ein- und Durchschlafstörungen steht mit Daridorexant ein Hypnotikum mit einem neuartigen Wirkungsmechanismus zur Verfügung. Der duale Orexin-Rezeptorantagonist kann bei Erwachsenen eingesetzt werden, wenn die Symptome der Schlafstörung seit mindestens drei Monaten anhalten und eine beträchtliche Auswirkung auf die Tagesaktivität haben. Die Einnahme vor dem Schlafengehen kann die Einschlafzeit verkürzen und die Dauer von Wachphasen nach Schlafbeginn reduzieren.

FlaggeEnglish abstract

Daridorexant for patients with insomnia disorder

In the European Union daridorexant is approved for treating adults with insomnia that has lasted for at least 3 months and has a considerable impact on daytime functioning. The dual orexin receptor antagonist (DORA) works by blocking the action of orexin, a substance produced by the brain that promotes wakefulness. The effectiveness and safety of daridorexant was studied in 3 clinical studies of phase III. In one main study involving 930 patients those given 50 mg daridorexant over 3 months were able to reduce the time they spent awake each night by 29 minutes, on average, compared with a reduction of 11 minutes for those given a placebo. Also, after 3 months of treatment, patients who took 50 mg daridorexant fell asleep around 35 minutes faster than before treatment, while those taking placebo fell asleep 23 minutes faster. The most common side effects with daridorexant are headache and somnolence. In clinical studies most side effects were mild or moderate. The medicine must not be used in patients who are hypersensitive to daridorexant or any of the ingredients, in people with narcolepsy, in patients with severe liver disease or in people who use strong CYP3A4 inhibitors.

 

Seite 317
Pharmakologie aktuellHans Förstl, München

No Quviviq for old men (and women)?

Aus Expertensicht

Seite 319 - 326
MedikationsmanagementDirk Keiner, Weimar

AMTS-Risikoprofil Apixaban

Apixaban ist als direkter und effektiver Gerinnungshemmer seit vielen Jahren sowohl zur Prävention von Thrombosen, Embolien und Schlaganfällen als auch zur Behandlung von Thrombosen und Embolien etabliert. Im Medikationsmanagement sind dabei viele AMTS-Aspekte gerade bei älteren, multimorbiden Patienten individuell zu beachten. Die pharmazeutischen Aspekte werden gemäß der AMTS-Pyramide eingeordnet.

FlaggeEnglish abstract

AMTS risk profile apixaban

Apixaban has been established as a direct and effective anticoagulant for many years, both for the prevention of thrombosis, embolism and stroke and for the treatment of thrombosis and embolism. In medication management, many AMTS aspects have to be considered individually, especially in older, multimorbid patients. The pharmaceutical aspects are classified according to the AMTS pyramid.

Seite 327 - 332
BerichtMiriam Sonnet, Rheinstetten

Von Stammzelltransplantation bis Sichelzellerkrankung

Aktuelles vom Europäischen Hämatologiekongress 2023

Auf dem diesjährigen Europäischen Hämatologiekongress (EHA) wurden zahlreiche neue Daten zu verschiedenen hämatologischen Erkrankungen präsentiert. Unter anderem ging es um Induktions- und Erhaltungsstrategien nach einer hämatopoetischen Stammzelltransplantation, die Behandlung einer Graft-versus-Host-Erkrankung bei Kindern, die Therapie einer Sichelzellerkrankung bei Kindern und Jugendlichen sowie die Wirkung von Impfungen in Abhängigkeit von der Eisenverfügbarkeit.

Seite 334 - 343
Referiert & kommentiertBeatrice Hamberger, Berlin

Depressionen im Alter

Was tun, wenn Antidepressiva nicht wirken?

Die Behandlung älterer Menschen mit therapieresistenten Depressionen stellt Ärzte vor eine Herausforderung. Wie sinnvoll es ist, die Therapie mit Antidepressiva um ein weiteres Medikament zu ergänzen oder das Präparat zu wechseln – das haben nun Wissenschaftler aus den USA untersucht. Die im New England Journal of Medicine publizierte Arbeit kommt zu drei wesentlichen Ergebnissen.

Seite 334 - 343
Referiert & kommentiertProf. Dr. Hans-Christoph Diener, Essen, Mit einem Kommentar des Autors

Demenz

Hormontherapie in den Wechseljahren mit späterer Demenz assoziiert

In einer dänischen Registerstudie war eine Hormontherapie in den Wechseljahren positiv mit der Entwicklung einer Demenz und einer Alzheimer-Erkrankung assoziiert. Dies galt auch für Frauen, die die Behandlung im Alter von 55 Jahren oder jünger erhielten. Die erhöhte Demenzrate war ähnlich zwischen kontinuierlicher und zyklischer Behandlung. Weitere Studien sind erforderlich, um festzustellen, ob diese Ergebnisse eine tatsächliche Auswirkung der Hormontherapie auf das Demenzrisiko darstellen oder ob sie auf einer zugrunde liegenden Prädisposition bei Frauen, die diese Behandlungen erhalten, beruhen.

Seite 334 - 343
Referiert & kommentiertMichaela Theresia Schwarz, München

Risiko für Morbus Parkinson

Zusammenhang zwischen rheumatoider Arthritis und Parkinson?

Eine kürzlich veröffentlichte retrospektive Kohortenstudie aus Korea weist auf einen Zusammenhang zwischen rheumatoider Arthritis und einem erhöhten Risiko für Morbus Parkinson hin.

Seite 334 - 343
Referiert & kommentiertDr. Matthias Desch, Kogl, Österreich

Hypercholesterolämie

Bempedoinsäure kann das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse reduzieren

Bempedoinsäure ist eine relativ neue Substanz zur Therapie der Hypercholesterolämie und greift im Vergleich zu Statinen in einem etwas früheren Stadium der Cholesterolbiosynthese ein. Bislang war der Stellenwert einer Therapie mit Bempedoinsäure nicht klar, da Daten zu kardiovaskulären Endpunkten fehlten. Die lange erwartete und nun veröffentlichte CLEAR-Outcome-Studie zeigte, dass Patienten, die Statine nicht vertrugen oder einnehmen wollten, von einer Therapie mit Bempedoinsäure profitieren können.

Seite 334 - 343
Referiert & kommentiertDr. Miriam Sonnet, Rheinstetten

Vasomotorische Beschwerden

Fezolinetant verringert Hitzewallungen während der menopausalen Transition

Die Daten der SKYLIGHT-1-Studie stützen die Anwendung von Fezolinetant bei Frauen, die während der menopausalen Transition unter vasomotorischen Symptomen leiden. Im Vergleich zu Placebo verbesserten sich mit dem Neurokinin-3-Rezeptor-Antagonisten sowohl die Häufigkeit als auch die Schwere der Symptome – und das, obwohl ein starker Placebo-Effekt beobachtet wurde.

Seite 334 - 343
Referiert & kommentiertFriederike André, Hannover

Risiko für schwere immunbedingte Nebenwirkungen

ICI bei Patienten mit rheumatoider Arthritis

Die onkologische Therapie mit Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICI) geht mit einem Risiko für immunbedingte Nebenwirkungen einher, die alle Organe betreffen und zu einer ausgeprägten Morbidität und Mortalität führen können. Eine Studie untersuchte nun, ob für Patienten mit rheumatoider Arthritis ein erhöhtes Risiko für schwere immunbedingte Nebenwirkungen durch ICI besteht.

Seite 334 - 343
Referiert & kommentiertDr. Jasmine Naun, Stuttgart

Wussten Sie schon …?

Milch-Alkali-Syndrom