Angioödeme


Ursachen, Klinik, Diagnostik und Therapie

Michael Reiß, Radebeul, und Gilfe Reiß, Dresden

Unter einem Angioödem (syn. Quincke-Ödem) versteht man eine scharf begrenzte, teigige Schwellung des tiefen kutanen, subkutanen oder submukösen Gewebes. Man unterscheidet Histamin-vermittelte, hereditäre Angioödeme (HAE) und Angioödeme, die durch einen erworbenen C1-Esterase-Inhibitor-(C1-INH-)Mangel bedingt sind (AAE). Ursächlich spielen Medikamente, Nahrungsmittel, Insektenstiche und C1-INH-Mangel eine besondere Rolle. Oft kann jedoch keine Einzelursache nachgewiesen werden. Angioödeme sind das Ergebnis einer Flüssigkeitsansammlung im interstitiellen Raum infolge einer örtlichen massiven Synthese und Freisetzung von vasoaktiven Substanzen. Sie sind durch langsam auftretende Schwellungen an der entsprechenden Körperregion charakterisiert. Im Bereich des Pharynx oder des Kehlkopfs kann es zu lebensgefährlichen Situationen kommen. Bei der Diagnostik spielen Anamnese, klinische Untersuchung und laborchemische Untersuchungen eine besondere Rolle. Antihistaminika und Glucocorticoide sind Therapie der Wahl. Bei den seltenen hereditären Angioödemen und den Angioödemen, die auf einem erworbenen C1-INH-Mangel beruhen, ist dagegen die C1-INH-Substitution oder die Gabe von Aprotinin indiziert.

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