Chikungunya-Fieber


Zunehmende Ausbreitung einer tropischen Infektionskrankheit

Ingo Stock, Brühl bei Köln

Das Chikungunya-Fieber ist eine ursprünglich in weiten Teilen Afrikas sowie in Süd- und Südostasien vorkommende Infektionskrankheit, die durch ein einzelsträngiges, zur Familie der Togaviren zählendes Ribonukleinsäure-Virus (Chikungunya-Virus) hervorgerufen und primär durch verschiedene Mückenarten auf den Menschen übertragen wird. Plötzlich einsetzendes Fieber, Kopf- und Rückenschmerzen, Myalgien, Hautmanifestationen sowie häufig lang anhaltende und schmerzvolle Arthralgien bilden die wesentlichen klinischen Symptome der Erkrankung. Die Therapie des Chikungunya-Fiebers ist in der Regel supportiv und symptomatisch, eine allgemein empfohlene antivirale Therapie gibt es nicht. 2005 und 2006 kam es zur bislang größten dokumentierten Chikungunya-Fieber-Epidemie, die sich von Kenia ausgehend über zahlreiche Inseln des Indischen Ozeans bis nach Indien ausbreitete. Im Verlauf der Epidemie erkrankten in Indien mindestens 1,3 Millionen Menschen, auf der besonders betroffenen französischen Insel La Réunion wurden 266000 Erkrankte, entsprechend einem Drittel der Gesamtbevölkerung, registriert. Infolge der Epidemie wurden aus vielen Ländern einschließlich Deutschland Erkrankungen bei aus den Epidemiegebieten zurückkehrenden Reisenden gemeldet. Die Übertragung des Erregers erfolgte durch die ursprünglich in Europa nicht beheimatete Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus), die sich in den letzten Jahrzehnten in vielen Gegenden Süd- und Mitteleuropas etablierte.

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