Multiple Endpunkte in klinischen Prüfungen


Risiken und Nebenwirkungen aus Sicht der Medizinischen Biometrie

Frank Krummenauer, Witten/Herdecke

Die klinische Prüfung von Arzneimitteln unterliegt nicht nur aus Perspektive der pharmazeutischen und ärztlichen Durchführung klaren regulatorischen Vorgaben, sondern auch aus Perspektive der statistischen Planung und Auswertung. Ein zentraler Aspekt besteht hierbei in der Planung von Mindest-Fallzahl und statistischer Analysemethodik, die wiederum beide die explizite Parametrisierung eines klinischen Endpunkts zur Ergebnismessung voraussetzen. Während jedoch die Wahl klinischer Endpunkte in Studien der Phasen II bis IV aus klinischer Perspektive zumeist direkt begründet werden kann, erwächst aus statistischer Perspektive die nicht selten einschneidende Forderung zur Beschränkung auf einen primären klinischen Endpunkt. Die Verwendung mehrerer paralleler klinischer Endpunkte zur Ergebnisfixierung kann sowohl widersprüchliche Ergebnisse in den parallelen Endpunkten nach sich ziehen als auch im Rahmen der Planung eine merkliche Erhöhung der in die Studienauswertung effektiv einzubringenden Patientenzahl. Eine mögliche Lösung dieses Dilemmas kann in der Kombination von Endpunkten bestehen; grundsätzlich ist jedoch im Interesse einer klaren und eindeutigen Entscheidungsbasis nach Studienauswertung stets die Fokussierung auf einen primären klinischen Endpunkt anzuraten, der im konkret angestrebten therapeutischen Kontext maximale klinische Relevanz birgt.

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