Wussten Sie schon …?

Manien durch nächtliche Hypoglykämien


Saskia Fechte, Stuttgart

Foto: FrameAngel/stock.adobe.com

Patienten mit einer Komorbidität von Diabetes mellitus und bipolarer Störung sollten ihr Langzeitinsulin gut im Blick behalten. Zuviel davon kann den Schlaf erheblich stören und sogar zum Auslöser für manische Dekompensationen werden.

Hoch dosiertes Verzögerungsinsulin kann das Risiko für nächtliche Hypoglykämien erhöhen, das gilt grundsätzlich für alle Diabetiker mit dieser Therapieform, insbesondere unter Antidiabetika aus der Gruppe der Sulfonylharnstoffe oder NPH-Insulin. Solche Effekte treten meist unbemerkt auf und können nicht nur den Glucosehaushalt negativ beeinflussen und Folgeerscheinungen wie Herzrhythmusstörungen verursachen. Wechselwirkungen zwischen bipolaren Störungen und dem Schlafmuster sind seit Längerem bekannt. Grundsätzlich kann unzureichender Schlaf die Symptome der Erkrankung verstärken. In der Therapie dieser psychischen Erkrankung spielt adäquater Schlaf daher eine wichtige Rolle. Tatsächlich haben Menschen mit bipolarer Störung oft einen äußerst fragmentierten Schlaf. Werden zudem während hypoglykämischer Ereignisse im Schlaf vermehrt Stresshormone freigesetzt, können diese fatale Folgen haben. Schon wenige von Durchschlafstörungen gekennzeichnete Nächte, ausgelöst durch insulinbedingte Hypoglykämien, sind ein Risiko für das Auftreten von manischen Phasen.

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