EditorialSusanne Heinzl

Vorsicht vor Verfälschungen

ÜbersichtMichael Kresken, Bonn

Resistente Bakterien in Deutschland

Wie groß sind die Gefahren?

ÜbersichtDieter F. Braus, Mannheim

Bilder der Seele

Kernspintomographie eröffnet erste Einblicke in die somatische Grundlage psychischer Prozesse

Die Fortschritte in der Molekularbiologie, Elektrophysiologie und Kernspintomographie (MRI) haben den Fokus der Erforschung seelischer Störungen weg von den Krankheitsphänomenen, der Epidemiologie, der Psychodynamik und dem Verlauf hin zur somatischen Basis verlagert. Methodische Weiterentwicklungen der MRI erlauben zwischenzeitlich nicht-invasive Rückschlüsse auf die neuronale Aktivität, Biochemie und Mikrostruktur im Gehirn. In dieser Übersicht werden die Grundlagen der neuronalen Netzwerkmodelle zum Verständnis von Hirnfunktion und Psychopathologie dargestellt. Die Verbindung zur funktionellen MRI, MR-Spektroskopie und Diffusions-Tensor-Bildgebung wird vermittelt, ferner werden methodische Grenzen und zukünftige Möglichkeiten der neuen MR-Techniken für das Verständnis der Pathophysiologie und die Behandlung seelischer Erkrankungen aufgezeigt.

Der klinisch-pharmazeutische Fall

Palliative Therapie einer Krebspatientin

Eine 50-jährige Patientin mit ubiquitär ossär metastasiertem Mammakarzinom wurde mit stark reduziertem Allgemeinzustand und ausgeprägter Exsikkose stationär aufgenommen. Der klinische Pharmazeut wurde insbesondere für die partielle parenterale Ernährung der Patientin zu Rate gezogen. Diese und einige weitere klinisch-pharmazeutische Probleme sollen hier nach dem SOAP-Schema vorgestellt werden.

Bericht

Schizophrenie: Nebenwirkungen atypischer Neuroleptika

Ein Hauptvorteil der atypischen Neuroleptika gegenüber den klassischen Substanzen ist, dass sie weniger bis keine extrapyramidal-motorischen Störungen hervorrufen, die für den Patienten eine erhebliche und stigmatisierende Belastung sind. Blutbildveränderungen, kardiale Risiken, Gewichtszunahme, diabetogene Potenz und Erhöhung der Prolactin-Spiegel treten bei atypischen, aber teilweise auch bei klassischen Neuroleptika auf. Die klinische Bedeutung kann individuell schwanken, beispielsweise toleriert der eine Patient 5 kg Gewichtszunahme, ein anderer würde 2 kg nicht in Kauf nehmen. Auch Patienten-individuelle Risikofaktoren beispielsweise für kardiale Komplikationen oder für Diabetes mellitus sollen bei der Arzneimittelauswahl einbezogen werden.

Fragen aus der Praxis

Interaktion Asthma-Spray/Betablocker?

Wie ist die Interaktion eines beta-sympathomimetischen Asthma-Sprays mit einem systemischen oder lokalen Beta-Rezeptorenblocker zu beurteilen?

MMP-InformationsforumDr. med. F. Kohl, Freiburg

Chronische Rückenschmerzen

Geschlechtsspezifische Aspekte der Rehabilitation

Obwohl Rückenschmerzen bei Frauen und Männern etwa gleich häufig sein dürften, werden Frauen aufgrund von Muskelskeletterkrankungen seltener krankgeschrieben, nehmen weniger stationäre Rehabilitationsmaßnahmen in Anspruch und werden wegen Rückenschmerzen seltener frühberentet. Zweifelhaft ist, ob die etablierten Rehabilitationsmaßnahmen den Bedürfnissen von Frauen gerecht werden.

MMP-InformationsforumProf. Dr. med. H.-C. Diener, Essen

Akute Migräneattacken

Eletriptan besser wirksam als Ergotamin plus Coffein

40 und 80 mg Eletriptan sind signifikant besser wirksam zur Behandlung akuter Migräneattacken als die Kombination von 2 mg Ergotamintartrat und 200 mg Coffein sowie Plazebo, wie eine randomisierte, Plazebo-kontrollierte Studie belegt.

MMP-InformationsforumAlexandra Hennemann, Stuttgart

Migränetherapie

Naratriptan lange wirksam

Der Serotonin-Agonist Naratriptan (Naramig®) ist charakterisiert durch anhaltende Wirkung bei eher spätem Wirkungseintritt. Er hat eine relativ geringe Ansprechrate nach 2 Stunden von 49 %, die jedoch nach 4 Stunden auf etwa 60 % steigt. Naratriptan verursacht im Vergleich mit anderen Serotonin-Agonisten (Triptanen) weniger Nebenwirkungen. Es ist damit besonders für lang anhaltende Attacken und bei wiederkehrenden Kopfschmerzen geeignet oder für Patienten, die besonders unter Nebenwirkungen leiden.

MMP-InformationsforumAlexandra Hennemann, Stuttgart

Kopfschmerz

Therapie bei Kindern

Kinder profitieren häufig besonders von Allgemeinmaßnahmen und Psychoedukation. Zur medikamentösen Migränetherapie werden neben Analgetika und Antiemetika auch Serotonin-Agonisten (Triptane) verwendet, trotz unbefriedigender Datenlage und bislang fehlender Zulassung.

MMP-InformationsforumDr. Peter Stiefelhagen,Hachenburg

Bisphosphonate

Alendronsäure bei Osteoporose

Neuere Studienergebnisse zeigen, dass Alendronsäure (Fosamax®) auch bei Menschen über 55 Jahren gut wirksam ist. Auch bei einer Langzeitanwendung über 10 Jahre müssen keine Komplikationen befürchtet werden.

MMP-InformationsforumSusanne Wasielewski, Münster

Postmenopause

Schützt Raloxifen ältere Frauen vor kardiovaskulären Ereignissen?

In der MORE-Studie bekamen 7 705 postmenopausale Frauen mit Osteoporose vier Jahre lang Raloxifen in der Tagesdosis von 60 oder 120 mg oder ein Plazebo. Unter der Raloxifen-Behandlung sank das Risiko für Wirbelfrakturen und für Brustkrebs. Jetzt ergab eine Sekundäranalyse, dass die kardiovaskuläre Ereignisrate nur bei Frauen mit hohem kardiovaskulärem Risiko abnahm.

MMP-InformationsforumDr. Ursula Baum, Murnau

Antihypertensive Therapie

Blutdrucksenkung auch bei älteren Menschen sinnvoll

Auch ältere Menschen mit arterieller Hypertonie profitieren von einer medikamentösen Blutdrucksenkung. Das Risiko für kardiovaskuläre und zerebrale Komplikationen der Hypertonie sinkt deutlich. Das bestätigt die Analyse der Ergebnisse von acht großen, qualitativ hochwertigen Studien.

MMP-InformationsforumDr. Ursula Baum, Murnau

Arterielle Hypertonie

Medikamentöse Blutdrucksenkung bei alten Patienten

Auch alte Menschen mit arterieller Hypertonie profitieren von einer medikamentösen Blutdrucksenkung. Bei der Hypertonie-Behandlung im Alter sind jedoch einige Besonderheiten zu beachten.

MMP-InformationsforumDr. Peter Stiefelhagen, Hachenburg

Angiotensin-Rezeptor-Antagonisten

Pharmakokinetik und Wirkung von Olmesartan

Mit Olmesartan (Olmetec®) steht ein neuer Angiotensin(AT)-Rezeptor-Antagonist zur Verfügung. Die Substanz wirkt schnell und hat eine lange Halbwertszeit, die eine 24-Stunden Wirksamkeit gewähleistet.

MMP-Informationsforum

FSME

Fragen zur Impfung

Erreger der FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) ist das FSME-Virus, das durch Zecken übertragen wird. Schutz bietet exponierten Personen vor allem die aktive Immunisierung durch Schutzimpfung.

MMP-InformationsforumRobert Koch-Institut

Influenza-Virus

Darf in der Schwangerschaft geimpft werden?

MMP-InformationsforumDr. Dietrich Schill, Bad Friedrichshall

Wundheilung

Wunden besser körperwarm spülen

MMP-InformationsforumBettina Polk, Stuttgart

Verbandstoffe

Narbenreduktion mit Polyurethan-Pflastern

Auch Narben, die älter sind als zwei Jahre, zeigten eine messbare kosmetische und funktionelle Verbesserung durch Anwendung eines selbstklebenden hydroaktiven Polyurethan-Pflasters in einer randomisierten intra-individuellen klinischen Studie. Am besten waren die Ergebnisse in Kombination mit einem Kompressionsverband. Auch bei frischen Narben können die Pflaster angewendet werden.