Seite 459
Editorial Dr. Jasmine Thibaut, Stuttgart

Auf die Atmung kommt es an

Seite 463 -464
Medizin meets Pharmazie Thomas Spindler, Davos

Asthma bronchiale bei Kindern und Jugendlichen

Basiswissen

Asthma bronchiale ist die häufigste chronische Erkrankung des Kindes- und Jugendalters mit einer Prävalenz von ungefähr 5 %. In der neuen Definition finden auch die verschiedenen Subtypen sowie die klassischen Symptome Berücksichtigung.

English abstract

Bronchial asthma – Basics

Bronchial asthma is the most frequent chronic disease in childhood and adolescence with a prevalence of around 5 %. The new definition now also includes the different subtypes and the classical symptoms.

Seite 465 -467
Medizin meets Pharmazie Thomas Spindler, Davos

Asthma bronchiale bei Kindern und Jugendlichen

Diagnostik

Bei Kindern unter fünf Jahren ist eine valide Lungenfunktionsprüfung nur schwer durchführbar. Daher werden hier andere Kriterien berücksichtigt. Die primäre Diagnostik beruht auf einer eingehenden Anamnese einschließlich Familienanamnese, charakteristischen körperlichen Befunden sowie typischen Lungenfunktionsbefunden.

English abstract

Bronchial asthma – Diagnostics

Due to an unvalid pulmonary function in children under 5 years of age, other parameters need to be considered. The primary diagnostic consists of an extensive anamnesis including family anamnesis, characteristical physical symptoms and pulmonary function results.

Seite 468 -471
Medizin meets Pharmazie Thomas Spindler, Davos

Asthma bronchiale bei Kindern und Jugendlichen

Therapie

Das Therapieziel ist die Asthmakontrolle und die uneingeschränkte Teilhabe am normalen Leben, was nur durch die Kombination von medikamentösen und nichtmedikamentösen Maßnahmen möglich ist. Das medikamentöse Stufenschema für Kinder und Jugendliche enthält jetzt sechs Therapiestufen.

English abstract

Therapy of bronchial asthma

Aim of the therapy is to control asthma and to ensure an unrestricted participation in daily activities. This implies the combination of medical and non-medical options. The new level scheme for children and adolescents includes six levels now.

Seite 472 -473
Medizin meets Pharmazie Thomas Spindler, Davos

Asthma bronchiale bei Kindern und Jugendlichen

Patientenfall

In diesem Fallbericht wird erläutert, wie die medikamentöse Therapie von einem Schulkind mit bekanntem Asthma bronchiale leitliniengerecht optimiert wurde, sodass eine normale Aktivität und Teilhabe wieder möglich wurde.

English abstract

Bronchial asthma – a case report

This case report serves as an example of how the medical therapy of a six year old child has been improved according to the guidelines, leading to a normal activity level and participation in daily activities.

Seite 474
Medizin meets Pharmazie

Zusammenfassung: Asthma bronchiale bei Kindern und Jugendlichen

Alle Antworten auf einen Blick

Seite 477 -487
Übersicht Eva-Maria Grischke und Sara Yvonne Brucker, Tübingen

Zervixkarzinom

Aktuelles zur Prävention, Diagnostik und Therapie

Das Zervixkarzinom ist die dritthäufigste Krebserkrankung bei Frauen und stellt weltweit eine der führenden Krebs-Todesursachen dar. Wesentlicher Faktor bei der Entstehung, insbesondere des Plattenepithelkarzinoms, ist das humane Papillomavirus, besonders in der High-Risk-Gruppe. Impfung und Früherkennung sind von entscheidender Bedeutung für den Verlauf der Erkrankung. Neben einer sehr gezielten Diagnostik ist im Falle eines Krankheitsnachweises eine entsprechende Bildgebung die Voraussetzung für die Planung des therapeutischen Vorgehens. Für die exakte histopathologische Beurteilung ist gegebenenfalls auch eine Narkoseuntersuchung notwendig, um zu einer effektiven Stadieneinteilung zu gelangen, die wiederum Voraussetzung für die weitere Therapieplanung ist.

English abstract

Cervical cancer

Cervical cancer is the third most frequent cancer in women and one of the leading causes of cancer deaths worldwide. Infection with some types of human papilloma virus (HPV) is the primary risk factor for cervical cancer, especially in the high-risk group. Vaccines and screening programmes are highly important for the course of the disease. The therapeutic strategy depends on an exact histopathologic assessment and an effective staging of the tumor.

Seite 488 -489
Fragen aus der Praxis

Präoperative Nüchternheit

Was sollten Patienten beachten?

Wie viele Stunden vor einer geplanten Operation darf man nichts mehr trinken oder essen? Darf nur stilles Wasser zu sich genommen werden oder ist zum Beispiel auch eine Tasse Kaffee erlaubt?

Seite 490 -497
Referiert & kommentiert Dr. Claudia Bruhn, Berlin

Trockenes Auge

Neue topische Ciclosporin-Zubereitungen in der Pipeline

Wenn Tränenersatzmittel nicht ausreichen, um das trockene Auge zu behandeln, müssen andere Wege beschritten werden. Eine medikamentöse Option ist der Immunmodulator Ciclosporin. Auf dem diesjährigen Ophthalmologenkongress in Berlin wurden vielversprechende Ergebnisse aus Studien mit neuen topischen Ciclosporin-Formulierungen vorgestellt, die sich derzeit in der Pipeline befinden.

Seite 490 -497
Referiert & kommentiert Dr. Larissa Tetsch, Maisach

Vorbeugung von gastrointestinalen Blutungen

Pantoprazol sollte nicht routinemäßig eingesetzt werden

Zur Vorbeugung von Schlaganfällen und Herzinfarkten erhalten viele Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen blutgerinnungshemmende und antithrombotische Wirkstoffe. Dies erhöht die Gefahr von gastrointestinalen Blutungen, sodass zurzeit die Einnahme des Protonenpumpenhemmers Pantoprazol empfohlen wird. Eine groß angelegte Studie deutet nun allerdings darauf hin, dass der Nutzen bei dieser Patientengruppe marginal ist und keine routinemäßige Gabe von Pantoprazol empfehlenswert ist.

Seite 490 -497
Referiert & kommentiert Dr. Claudia Bruhn, Berlin

Antipsychotika bei Schizophrenie

Netzwerk-Metaanalyse kann Wirkstoff-Auswahl erleichtern

Eine umfangreiche Netzwerk-Metaanalyse, die kürzlich in der Fachzeitschrift JAMA publiziert wurde, hat Wirksamkeits- und Sicherheitsdaten von 32 Antipsychotika miteinander verglichen. Das Projekt unter Federführung von Wissenschaftlern der TU München war vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert worden. Die Ergebnisse geben Therapeuten ein Hilfsmittel an die Hand, um die Behandlung besser auf die Anforderungen des jeweiligen Patienten auszurichten.

Seite 490 -497
Referiert & kommentiert Dr. Miriam Neuenfeldt, Stralsund

Multiple Sklerose bei Kindern

Einfluss von Adipositas auf das Erkrankungsrisiko und den Krankheitsverlauf

Einige kleinere Studien weisen bei adipösen Kindern auf ein erhöhtes Risiko für multiple Sklerose (MS) hin. Über den Einfluss der Adipositas auf den Krankheitsverlauf ist bisher jedoch wenig bekannt. Die Beobachtungsstudie von Huppke et al. untermauert den Einfluss eines hohen Body-Mass-Index (BMI) auf das MS-Risiko und zeigt ein verringertes Ansprechen der Erstlinientherapie mit Interferon beta und Glatirameracetat bei adipösen Kindern mit MS.

Seite 490 -497
Referiert & kommentiert Simone Reisdorf, Erfurt

Diabetes mellitus Typ 2

Zusatztherapie mit Dapagliflozin plus Saxagliptin direkt nach Metformin-Versagen

Die Frage, wie die Therapieeskalation bei Typ-2-Diabetes-Patienten nach Metformin-Versagen gestaltet werden kann, wurde in zwei randomisierten, kontrollierten Studien untersucht, die kürzlich in „Diabetes Care“ und in „Diabetes, Obesity and Metabolism“ erschienen sind. Im Zentrum beider Studien stand die Zusatztherapie mit Dapagliflozin plus Saxagliptin: Sie war in der ersten Studie effektiver als die Zusatzgabe der jeweiligen Einzelkomponenten und in der zweiten Studie ähnlich wirksam wie die Einführung einer Basalinsulintherapie.

Seite 490 -497
Referiert & kommentiert Dr. Jasmine Thibaut, Stuttgart

Wussten Sie schon …?

Betrunken ohne Alkoholkonsum – das Eigenbrauer-Syndrom