Seite 243
EditorialSaskia Fechte, Stuttgart

Lieber nicht händisch

Seite 246 - 251
ÜbersichtIngo Stock, Berkatal-Frankenhain

Erkrankungen durch Listeria monocytogenes

Listeria monocytogenes ist ein grampositives Bakterium, das meist durch den Verzehr kontaminierter Speisen auf den Menschen übertragen wird und das vor allem bei Immungeschwächten schwere systemische Erkrankungen wie Meningitiden und Sepsen verursachen kann. Eine Infektion in der Schwangerschaft verläuft für die Frau meist ohne schwere Symptome, kann aber zum Tod des Fetus führen. Für die kalkulierte antibiotische Behandlung systemischer Listeria-Erkrankungen gelten Aminopenicilline als Mittel der ersten Wahl. Ein individueller Schutz vor Listerien-Infektionen ist schwierig. Schwangere und Immungeschwächte sollten auf bestimmte Lebensmittel verzichten.

FlaggeEnglish abstract

Listeria monocytogenes listeriosis

Listeria monocytogenes is a gram-positive bacterium that is usually transmitted to humans through the consumption of contaminated food. It can cause severe systemic diseases such as meningitis and sepsis, especially in immunocompromised people. Infection during pregnancy usually does not cause any severe symptoms in the infected woman but can lead to fetal death. Aminopenicillins are the drug of choice for the calculated antibiotic treatment of systemic Listeria diseases. Individual protection against Listeria infections is difficult. Pregnant women and those with weakened immune systems should avoid certain foods.

Seite 253
BücherforumIlva Großbach, Freiberg am Neckar

Tabu muss nicht tabu bleiben

Seite 254 - 260
Klinische PharmazieViktoria Jungreithmayr, Janina A. Bittmann, Christine K. Faller, Sophia Klasing, Robert Möcker, Benedict Morath, Theresa Terstegen, Cathrin J. Vogt, Marina Weißenborn, Viktoria S. Wurmbach und Hanna M. Seidling, Heidelberg

Elektronische Verordnung

Schlüsselelement in der Verbesserung des Medikationsprozesses

Medikationsfehler können bekanntermaßen eine Gefahr für die Patientensicherheit darstellen und kommen im Krankenhaus besonders häufig zum Zeitpunkt der Verordnung vor [6, 17]. Elektronische Verordnungssysteme können zur Vermeidung von Medikationsfehlern beitragen und stellen außerdem den Grundbaustein für die weitere Digitalisierung des Medikationsprozesses dar. Von einem vollumfänglich digitalen Medikationsprozess erwartet man eine Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) und eine Entlastung des Personals auf Station. Die Implementierung eines elektronischen Verordnungssystems kann jedoch herausfordernd sein, bedarf der Zusammenarbeit einer Vielzahl von Berufsgruppen und einer guten Vorbereitung sowie stetiger Optimierung des Systems. Eine begleitende Evaluation einer solchen Einführung ist maßgeblich, um eine erfolgreiche und sichere Implementierung zu gewährleisten.

FlaggeEnglish abstract

Electronic prescribing – Key element in the improvement of the medication process

Medication errors are a known patient safety risk and occur particularly frequently at the prescription stage [6, 17]. Electronic prescribing systems can help to prevent medication errors and also constitute the foundation for the further digitalisation of the medication process. A fully digital medication process is expected to improve drug therapy safety and reduce the staff workload on the ward. However, the implementation of an electronic prescribing system can be challenging, requires the cooperation of a large number of professional groups and good preparation as well as continuous optimisation of the system. An accompanying evaluation is essential to ensure a successful and safe implementation.

Seite 261
BücherforumSaskia Fechte, Stuttgart

Heilung durch Ernährung

Seite 262 - 266
BerichtThomas M. Heim, Freiburg

Herz-Kreislauf-Prävention: Lebensstiländerungen sind hochwirksam

Schlaglichter vom Kongress der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie 2022 in Mannheim

Anpassungen des Lebensstils sind neben Arzneimitteln unverzichtbarer Bestandteil der Prävention und Therapie von Herz-Kreislauf-Krankheiten. Auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) berichteten Forschende über erstaunliche Effektstärken der zentralen Präventionsbausteine Ernährung, körperliche Aktivität, Rauchstopp und Blutdrucksenkung.

Seite 267 - 268
BerichtSaskia Fechte, Stuttgart

Acne inversa – Eine diagnostische und therapeutische Herausforderung

Thema auf dem diesjährigen Fortbildungskongress des Berufsverbandes der Frauenärzte (FOKO 2022)

Auf dem diesjährigen Fortbildungskongress des Berufsverbandes der Frauenärzte (FOKO 2022) vom 9. bis 12. März stellte Prof. Dr. Falk Bechara, Medizinischer Leiter am Internationalen Centrum für Hidradenitis suppurativa/Acne inversa der Universitätshautklinik Bochum, die weitverbreitete, dennoch oft unerkannte entzündliche Hauterkrankung vor.

Seite 269 - 279
Referiert & kommentiertDr. Sabine Fischer, Stuttgart

Insomnie

Sicherheit und Wirksamkeit von Daridorexant

Menschen, die nachts nicht schlafen können, weisen tagsüber eine verminderte Leistungsfähigkeit auf. Derzeit in den USA erhältliche Orexin-Rezeptorantagonisten sind zwar bei Schlafstörungen wirksam, sprechen aber nicht alle Aspekte der Erkrankung an. Daridorexant, ein neuer Wirkstoff dieser Klasse, soll sowohl nächtliche als auch tagsüber auftretende Symptome positiv beeinflussen.

Seite 269 - 279
Referiert & kommentiertSolvejg Langer, Stuttgart

Venöse Thromboembolien

Wiederkehrende Thrombosen nach Einnahme von kombinierten oralen Kontrazeptiva

Für Frauen, die unter Estrogen-haltigen Kontrazeptiva eine venöse Thromboembolie entwickeln, reicht anschließend möglicherweise eine kurzzeitige antikoagulative Behandlung.

Seite 269 - 279
Referiert & kommentiertDr. Claudia Bruhn, Berlin

Topische Behandlung der Plaque-Psoriasis

Tapinarof bei Schuppenflechte wirksam

Mit einem Kommentar von Prof. Dr. med. Petra Staubach-Renz, Mainz
Der Arylhydrocarbon-Rezeptor-Modulator Tapinarof ist ein potenzieller neuer Wirkstoff zur topischen Behandlung der Plaque-Psoriasis. In zwei Phase-III-Studien erwies sich 1%ige Tapinarof-Creme bei Erwachsenen mit leicht bis schwer ausgeprägter Erkrankung signifikant wirksamer als die wirkstofffreie Creme.

Seite 269 - 279
Referiert & kommentiertAlexandra von Marschall, Beaumont de Pertuis

Klimakterium

Hormonersatztherapie und Alzheimer

In den Wechseljahren erhalten viele Frauen eine Hormonersatztherapie. Einige Studien hatten in diesem Zusammenhang ein leicht erhöhtes Risiko beschrieben, an einer Demenz oder an Alzheimer zu erkranken. Ob das wirklich stimmt, wurde in einer groß angelegten Fallstudie untersucht.

Seite 269 - 279
Referiert & kommentiertDr. Larissa Tetsch, Maisach

Chronische Herzinsuffizienz

Nutzen von natriumarmer Ernährungsweise bleibt unklar

Mit einem Kommentar von Dr. med. Peter Stiefelhagen, Starnberg
Um eine Volumenüberlastung zu verhindern, wird bei chronischer Herzinsuffizienz meist eine natriumarme Ernährungsweise empfohlen. Studien konnten deren Nutzen jedoch noch nicht zweifelsfrei beweisen. Auch die bisher größte Studie auf dem Gebiet, SODIUM-HF, konnte jetzt keinen positiven Einfluss auf klinische Endpunkte finden. Es besteht also weiterer Forschungsbedarf.

Seite 269 - 279
Referiert & kommentiertSaskia Fechte, Stuttgart

Koronare Herzkrankheit

Mediterrane Ernährung hat höheren kardioprotektiven Nutzen als Low-Fat

Mit einem Kommentar von Prof. Dr. rer. nat. Martin Smollich, Lübeck
Nicht nur in der Primärprävention, sondern auch bei bestehender koronarer Herzerkrankung ist die Mittelmeerdiät zur Vorbeugung kardiovaskulärer Ereignisse geeignet. Im direkten Vergleich schneidet die traditionelle südländische Kost besser ab als eine reine Fettrestriktion.

Seite 269 - 279
Referiert & kommentiertSaskia Fechte, Stuttgart

Wussten Sie schon ...?

Asthma-Epidemien bei Gewitter